Auf einer gut besuchten Unterbezirkskonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD Vorderpfalz beschäftigten sich die Mitglieder der Gemeinschaft mit der immer wieder auftauchenden Diskussion beim Mindestlohn. Jede Aufweichung bei der Kontrolle und Dokumentation des Mindestlohngesetzes ist ein Fehler, der zu Lasten der betroffenen Arbeitnehmer / Innen geht. Die durchgeführten Kontrollen machen deutlich, dass es immer noch Arbeitgeber gibt, die das Mindestlohngesetz umgehen wollen und dies auch tun.
Veröffentlicht von SPD Vorderpfalz am 16.09.2015
Die Arbeitgeber lassen derzeit keine Gelegenheit verstreichen, bei der sie nicht fordern, dass Asylbewerber arbeiten sollen und auch gesetzlich dürfen, dies mit der Begründung, dass Fachkräfte bei uns fehlen oder schwer zu finden sind so Holger Scharff, Mitglied des Regionalvorstandes der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD Pfalz.
Die Arbeitgeber erhoffen sich hier eine schnelle Lösung für den selbst verschuldeten Fachkräftemangel. Hätte man in früheren Zeiten auch schlechteren Schülerinnen und Schülern eine Ausbildungschance gegeben, dann sehe die Situation heute nicht so schlecht aus. Auch Fortbildungen für derzeit arbeitslose Menschen könnte eine Lösung sein den vorhandenen Fachkräftemangel teilweise zu beheben.
Arbeit für die Asylbewerber und Flüchtlinge ebenso Ausbildungsstellen sind sinnvoll und wichtig für jeden, der sich in unserem Land integrieren kann und will.
Die Arbeitgeber sollen hier aber nicht glauben, dass sie nun mit Asylbewerbern und Flüchtlingen billige Arbeitskräfte erhalten, die sie dann mit der Begründung einer längerer Anlernphase und Sprachschwierigkeiten billiger einstellen können als die vorhandenen
Fachkräfte. Der Einsatz von Asylbewerbern und Flüchtlingen darf nicht dazu führen, dass dies dann automatisch zu niedrigeren Löhnen führt zu Lasten der vorhandenen Arbeitnehmerschaft, so Scharff.
Asylbewerber und Flüchtlinge sind ohne wenn und aber nach den tariflichen Vorschriften einzustellen und zu bezahlen, Ausnahmen darf es keine geben. In Betrieben ohne Tarifvertrag muss zumindest vom ersten Tag an der Mindestlohn gelten.
Holger Scharff: „ Es ist ganz genau darauf zu achten, dass mit diesen armen Menschen keine Konkurrenz zu allen anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgebaut wird, die derzeit bereits in Beschäftigung sind oder eine Beschäftigung suchen. „
Veröffentlicht am 03.09.2015
"Die Arbeitgeber haben es in der Hand, ob es in den Kindertagesstätten wieder zu Streik kommt – was sagt die Präsidentin des Städtetages Dr. Eva Lohse"
Es liegt allein in den Händen der Arbeitgeber, ob es in den Kindertagesstätten wieder zu einem Streik kommt oder nicht. Die Forderungen der Erzieher / Innen liegen klar und deutlich auf dem Tisch so der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD Unterbezirk Vorderpfalz Holger Scharff.
Es ist bedauerlich, dass die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin und Präsidentin des Städtetages Dr. Eva Lohse hier nicht ein klares Bekenntnis für eine Aufwertung des Berufsstandes der Erzieher / Innen abgibt.
Die Anforderungen an die Erzieher / Innen sind von Jahr zu Jahr gestiegen. Wie heißt es so schön „ Bildung von Anfang an „, dies bedeutet, dass die Bildung unserer Kinder bereits in den Kindertagesstätten erfolgt und dies von gut ausgebildeten Erzieher /Innen. Diese gute Leistung muss auch entsprechend in der Bezahlung deutlich zumAusdruck kommen.
Kinder sind unsere Zukunft, dies bedeutet auch für die Kommunen, dass sie mehr Geld in diesem Bereich investieren müssen. Dies ist nicht leicht, muss aber wie viele andere Dinge auch entsprechend geschultert werden im Interesse der Kinder.
Veröffentlicht am 10.08.2015
In den letzten Tagen und Wochen wird vermehrt darüber berichtet, dass auch im Einzelhandelsbereich bei einigen Firmen auch mit guten Namen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Dumpinglöhnen angespeist werden. Die Gewerkschaften sehen sich hier nicht in der Lage zu helfen, da in Teilen keine Betriebsräte bestehen und die Geschäftsleitungen der Betriebe nicht mit den Gewerkschaften Tarifverträge aushandeln, da sich die Arbeitgeber nicht gebunden fühlen.
Die Bildung von Betriebsräten wird oft behindert oder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten gehen dies aus Angst um ihren Arbeitsplatz nicht an, so der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD Vorderpfalz Holger Scharff. Leider hat der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Einzelhandel aufgehoben, sodass die derzeitige Ausnutzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich ist, so Scharff.
Es kann nicht angehen, dass qualifiziertes Personal im Einzelhandel mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro abgespeist wird und dann noch ohne Bezahlung früher anfangen und länger arbeiten muss, so Scharff. Hier zeigt sich auch wieder wie wichtig die Dokumentationspflicht der Arbeitszeiten ist um die ordnungsgemäße Zahlung der Arbeit auch zu dokumentieren.
Die AFA fordert die SPD Bundes- und Landtagsabgeordneten auf hier schnell tätig zu werden und wieder für eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung mit gesetzlichen Mitteln zu sorgen, da eine Lösung über die Tarifparteien nicht möglich ist, da dies nach Presseberichten die Arbeitgeber verweigern, so das Mitglied des AFA Regionalvorstandes Pfalz und Sprecher des Unterbezirks Vorderpfalz Holger Scharff.
Veröffentlicht am 07.08.2015